Die funktionsorientierte Ablauforganisation regelt das Zusammenwirken der eben beschriebenen Funktionsbereiche. In der funktionsorientierten Organisation wird die Aufbauorganisation (Organigramm) durch die Hierarchien und die Ablauforganisation durch die Aufbauorganisation dominiert.

Abb. : Weg einer Kundenanfrage in der funktionsorientierten
Organisation
Quelle: eigene Darstellung
Mit dem Ziel eines ein bestimmtes Produkt oder Dienstleistung zu
erstellen, wird die Gesamtaufgabe organisatorisch in bestimmte
Teilaufgaben zerlegt. Es erfolgt eine Verantwortungszuordnung, dies
kann wie bereits erwähnt mittels Stellenbeschreibung oder
Arbeitsanweisungen erfolgen.
Die Ablaufgestaltung kann sich nach folgenden Gesichtspunkten richten:
(1)
. nach der Verrichtung
Hier erfolgt eine Bündelung zu Hauptfunktionen für den Gasamterfolg,
nach vertreiben, entwickeln, beschaffen, vorbereiten lagern oder
absetzen.
. nach dem Objekt
Die Gliederung erfolgt nach dem Produkt oder der Produktgruppen, dies
kann sich in einzelne Geschäftsfelder oder Sparten ausdrücken. Z.B.
PKW-Sparte und Nutzfahrzeug-Sparte.
. der Phase
Die Ausrichtung nach der Phase ist die zeitliche Gliederung der
Teilaufgaben. Vom Planen, Überwachen, Steuern bis zum Ausführen.
. dem Rang
Eines der Hauptmerkmale ist die Ausrichtung der Ablauforganisation
nach dem Rang im Unternehmen. Die Arbeitsteilung erfolgt für die
unterschiedlichen Verantwortungsbereiche wie z.B. Werksleiter,
Produktionsleiter bis zum Fließbandarbeiter.
. den Mitteln
Die Zuordnung erfolgt nach den benötigten Sachmitteln und Ressourcen.
. der Zeit
Die Zeit wird bestimmt durch die Abläufe der Kundenanfrage, Angebot
bearbeiten bis hin zum Auftrag abarbeiten. In welcher Reihenfolge sind
die Aufgaben abzuarbeiten.
. dem Zweck
Bei der Gliederung nach dem Zweck wird die Unterteilung in mittelbare
und unmittelbare Aufgaben für die Wertschöpfung verstanden.
. dem Ort
Die Arbeitsteilung nach dem Ort entscheidet an welchen Arbeitsplatz
die Teilaufgaben zu erledigen sind. Z.B. An welcher Werkbank.
(1) Vgl. Hartmut F. Binner, Organisations- und
Unternehmensmanagement, 1998, S. 87